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Tetrafunk in Waging:
Die Räte schlafen. Ein Glück, dass wenigstens manche Bürger wach sind

Kommentar

 

Die Region ist auf die Auseinandersetzung mit dem Tetrafunk vorbereitet. Diesen Eindruck konnten die Besucher bei dem Treffen  in Otting  am Donnerstag, 14.7.11>>>, mit nach Hause nehmen. War es schon erstaunlich, wie schnell sich die paar engagierten Oberleitener Damen in die Materie eingearbeitet hatten, wo doch erst vor gut einer Woche von dem geplanten Masten erfahren hatten, so war es umso beeindruckender, was die benachbarten Initiativen an Informationen gesammelt, an Aktionen gestartet und letztlich auch bereits an Erfolgen erzielt haben.

Frappierend dabei ist eines – und das ist in allen Gemeinden gleich. Die Gemeinderäte und Bürgermeister haben dieses Thema oft genug einfach nur abgenickt,

ohne offenbar auch nur die geringsten Bedenken dagegen zu haben – dabei ist die Tetrafunk-Debatte ja nun nicht gerade neu. Ist es Ahnungs- oder Interesselosigkeit, ist es Obrigkeitshörigkeit oder kritiklose Technikgläubigkeit? Man möchte meinen, bei den heutzutage so sensiblen Strahlungsthemen würde ein Gemeinderat sofort aufhorchen und kritisch nachfragen, wenn wieder ein neuer „Angriff“ auf die Bevölkerung erfolgt, der Elektrosmog noch mehr intensiviert werden soll. Das Gegenteil ist der Fall: Die Gemeinderäte landauf, landab nicken das Thema vielfach einfach ab.

Nicht aus Überzeugung allerdings. Denn wenn erst einmal Bürgerinitiativen kommen, fallen die Räte häufig ganz schnell um und solidarisieren sich mit den kritischen Bürgern. Siehe Palling, wo der Gemeinderat seinen positiven Beschluss wieder kassiert hat. Müsste es aber nicht umgekehrt sein: Müsste nicht der Gemeinderat im Zweifelsfall seine Bürger schützen oder zumindest mit viel Vorsicht und nur mit einem Maximum an Informationen ausgestattet an dieses Thema herangehen? Wieso müssen die Bürger den Gemeinderat an die Hand nehmen und ihn mit Informationen füttern? Wofür hat man denn eigentlich einen Gemeinderat, wenn die Bürger sich selbst drum kümmern müssen, dass die Räte Themen auch als solche erkennen und ernst nehmen?

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Datum: Sonntag, 17. Juli 2011 18:38
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