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110.000 Menschen am Montag bei bundesweiten Anti-Atom-Aktionen

Mahnwache in Traunstein  Foto: Rudi Graichen

Mit Mahnwachen haben am Montagabend nach Veranstalterangaben bundesweit mehr als 110.000 Menschen für den Ausstieg aus der Atomenergie demonstriert. Die Anti-Atom-Organisation "ausgestrahlt" erklärte, in 450 Städten hätten sich Menschen zusammengefunden, um die Stilllegung der Atomkraftwerke zu fordern. Foto: Rudi Graichen (Bild anklicken!)

Fast 500 Menschen bei der Mahnwache in Traunstein

In Traunstein fanden sich bis zu 500 Menschen jeden Alters auf dem Stadtplatz ein, um gegen die Fortsetzung der gefährlichen Atomenergie und deren unlösbaren Endlagerung zu demonstrieren. Erstaunlich wie viele junge Menschen gekommen sind. Sie zeigten sich schockiert, wie leichtfertig man mit dem Restrisiko umgegangen sei. Ein Jugendlicher meinte: „ Wir haben noch eine große Zukunft vor uns, die wollen wir uns nicht von der „Atomlobby“ verstrahlen lassen. Eine andere Jugendliche sagte: „So ein Restrisiko hätte  man niemals eingehen dürfen und mit dem Atommüll weiß man noch immer nicht wohin.“

Ansprache bei der Mahnwache

Eigentlich war es geplant, die Veranstaltung als Mahnwache in aller Stille im Gedenken mit Kerzen an die Opfer der Naturkatastrophe und die Folgen der Atomunfälle ablaufen zu lassen. Doch die Unruhe und die spürbare Ohnmacht der Teilnehmer ließ die Veranstalter dazu verleiten über Megaphon an die Menge über das unverantwortliche Risiko der Atomkraft zu sprechen. Die Akustik war schlecht und nicht alle haben verstehen können, was durch das Megaphon gesprochen wurde. Etwas besser wurde es, als die Polizei, dein Freund und Helfer, ihr Megaphon zu Verfügung stellte.

Jeder kann selber zu Öko-Strom ohne Atom- und Kohlestrom wechseln

Edmund Halletz von der Gruppe Greenpeace in Traunstein forderte durch entsprechende Begründungen zum Stromwechsel  auf, hin zu umweltfreundlichem Strom.>>>. Die Menge skandierte immer wieder: Abschalten! Abschalten! Helga Mandl, Kreisvorsitzende der Traunsteiner Grünen betonte, dass die Atomenergie ein nicht beherrschbares Risiko darstelle und forderte die Bundes- ebenso  die Bayerische Staatsregierung auf, ihre Pläne für längere Betriebszeiten unmissverständlich zu revidieren und stattdessen den Ausstieg Deutschlands aus der Atomkraft voranzutreiben. „Die acht ältesten Atomkraftwerke, darunter auch ISAR I, die nachweislich nicht mehr dem aktuellen Stand von Wissenschaft und Technik entsprächen, müssten sofort vom Netz.“  Ulrich Kühn, der maßgeblich durch sein Umwelt-Info-Netz TS/BGL und die Bürgerplattform www.gradraus.de zu der Traunsteiner Veranstaltung einlud, bedankte  sich für die Teilname und für die schnelle Bekanntgabe in der örtlichen Presse. Er kündigte an, dass am kommenden Ostersamstag der Friedensmarsch  in Traunstein diesmal thematisch umfassend  gestaltet werde nach dem Motto: „In Wahrheit ist es gelogen: Die Atomlüge, die Afghanistanlüge, die Agrogenlüge und die Soziallüge – Eine andere Welt ist möglich!

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Datum: Dienstag, 15. März 2011 0:03
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