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Studie: Auf dem Land wird zuviel gebaut

Leerstand auf dem Land. Foto: gradraus

Leerstand auf dem Land. Foto: gradraus

Auf dem Land wird zuviel gebaut – das besagt eine aktuelle Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft IW Köln. In Deutschland gibt es demnach genug Wohnungen für alle. Der Landkreis Traunstein ist ein Beispiel für eine Region, in der der Bedarf übererfüllt ist.

In den ländlichen Regionen Deutschlands wird der Studie zufolge viel mehr gebaut wird als es notwendig und sinnvoll ist. Die Folge: Leerstände und Verödung von Ortszentren. Während es in allen Großstädten an Wohnungen mangelt, werden in vielen ländlichen Regionen deutlich zu viele Einfamilienhäuser gebaut. Dies zeigt die Baubedarfsanalyse des Instituts der deutschen Wirtschaft IW Köln für den Zeitraum 2011 bis 2015. Das Institut empfiehlt Kommunen auf dem Land, entschieden gegen immer weiteren Neubau vorzugehen. Statt ständig neue Baugebiete auszuweisen sollten Kommunen ihre Ortskerne attraktiver machen.

Auch Bayern gehört der Studie zufolge zu den Bundesländern, in denen auf dem Land zuviel gebaut wird – dies gilt laut IW insbesondere auch für den Landkreis Traunstein, wo der Bedarf zu 140 Prozent gedeckt sei.

Die Politik macht mit Gesetzesänderungen den Weg dafür frei, dass überall immer mehr und immer leichter gebaut werden kann. Darüber wird nicht öffentlich diskutiert, Kritik an dem Bauwahn scheint tabu zu sein. Doch die zahlreichen Leserkommentare zu dem Artikel der ZEIT zeigen: Das Problem brennt vielen Menschen auf den Nägeln. Zum ersten Mal weist nun auch ein Wirtschaftsinstitut auf die fortschreitende Zersiedelung hin und stellt diese in Frage. Umweltverbände in Deutschland machen schon seit Jahren auf diese Fehlentwicklung aufmerksam.

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Datum: Montag, 19. Juni 2017 18:47
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Ein Kommentar

  1. 1

    Wenn der Bedarf zu 140 Prozent gedeckt ist, dann müssten doch eigentlich die Mieten sinken, und viele Wohnungsangebote geben ? Die Wirklichkeit sieht aber ganz anders aus.

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