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Saudi-Arabiens Reichtum

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Der Schriftsteller Werner Fritz, Literaturinteressierten in der Region Traunstein bestens bekannt als Satiriker, passionierter Autofahrer- und Religionskritiker, sinniert über Erscheinungen unserer Zeit. Seine Texte sind geprägt von Kritik und Selbstironie, manchmal fordern sie auch zum Widerspruch heraus. Wie auch immer: Der Autor freut sich auf Kommentare von Lesern.

Saudi-Arabiens Reichtum

Saudi-Arabien ist das Land, in dem die Araber früher ihre Kamele durch die Wüste trieben, ohne zu ahnen, daß sich unter deren Hufen ganze Meere von flüssigem schwarzem Gold erstreckten. Wir wissen alle um das Anbrechen des Industriezeitalters in den westlichen Ländern und um die Bedeutung dieses schwarzen Goldes für die weitere Entwicklung.
Seit vielen Jahrzehnten scheffeln die Araber Unsummen von Geld, das wir ihnen dafür zahlen. Sie bauen sich davon riesige Städte und protzige Paläste, unvorstellbar teure Hotels und ultramodern ausgestattete Wolkenkratzer. In den Tiefgaragen der Paläste parken ganze Flotten der teuersten westlichen Automobile und auf den Flugplätzen des Landes stehen zahllose Privatjets der Ölprinzen herum. Die Märchen aus tausend und einer Nacht sind dagegen Lumpensammler-Geschichten.
Vor einiger Zeit sah ich einen Fernsehbericht über eine dieser Superstädte mit ihrer oft futuristisch anmutenden Architektur, ihrem unbeschreiblichen Komfort und maßlos übertriebenen Luxus. Jeder Einwohner dort verbraucht das 30-fache an Energie eines durchschnittlichen Westeuropäers.
In den Luxushotels mit Übernachtungspreisen von vielen tausend Dollars sind hauptsächlich Ausländer beschäftigt, darunter viele deutsche Köche. Sie verdienen dort mehr als jeder Starkoch in der Heimat. Sie bereiten ihren Gästen in den weißen Nachthemden auserlesene Gerichte und Delikatessen; Trüffel, Austern und Kaviar gelten dort so viel wie hierzulande Frikadellen mit Kartoffelbrei. Was sie ihnen allerdings nie kredenzen werden, ist ein deftiger Schweinebraten mit Kraut und Knödel. Der wäre nämlich nicht „halal“, was wie Lallen klingt, aber „unrein“ bedeutet.
So märchenhaft diese Traumstädte auch anmuten, so trostlos muß es sein, dort leben zu müssen. Es gibt keine Oper, kein Theater, kein Musical, keine Konzerte, kein Kabarett und Tanzveranstaltungen schon gar nicht. Es gibt kein Lokal, in dem man sich ein schönes, kühles Bier bestellen könnte oder ein feines Fläschchen Wein. Das einzige, was man zu trinken bekommt, ist das gaumenbeleidigende Geschlapper wie Tee, Säfte, Limonaden und Coca-Cola. Gewiß, ich trinke auch manchmal Tee, aber eben nicht nur.
Saudi-Arabien ist das Land, in dem der Wahhabismus das Sagen hat, eine der rückständigsten Formen des Islams und der Gesinnung der Taliban nahe verwandt. Auspeitschungen sind an der Tagesordnung und das Köpfen ist die beliebteste Unterhaltung nach dem Freitagsgebet in der Moschee. Solche Todesurteile werden an Menschen vollstreckt, die den Islam oder Mohammed „beleidigt“ haben oder überhaupt anderer Meinung sind.
Ich las einmal den Bericht eines Geschäftsmannes, der von den Saudis eingeladen worden war. Man befand sich in einem luxuriösen Etablissement innerhalb irgendwelcher Palastmauern. Zu ihrer Unterhaltung ließen die Gastgeber Männer hereinführen, die dann ausgepeitscht wurden. Sie hatten Alkohol geschmuggelt, wie die Gastgeber erklärten. Dabei soffen diese selber teuersten schottischen Whisky und scherten sich den Teufel um Mohammeds Vorschriften. Alkohol, so erklärten sie, sei nichts für das Volk, weil es damit nicht umgehen könne.
Es ist hinlänglich bekannt, worauf das Alkoholverbot zurückzuführen ist. Zur Zeit Mohammeds waren die Araber ein Volk von Säufern und Glücksspielern. Sie saßen oft nächtelang in den Kneipen herum und verspielten im Suff nicht selten das gesamte Familienvermögen, manchmal einschließlich dem wertvollsten Besitz, den es damals dort gab, nämlich Dattelpalmen. Mit einem solchen Volk konnte man natürlich kein Staatswesen aufbauen, wie es Mohammed plante, daher verbot er ihnen kurzerhand den Wein.
Das ist also das Land, von dem Peter Scholl-Latour gesagt hat, daß dort unsere „falschen Freunde“ daheim sind. Das einzige Land auf dem Planeten, in dem Frauen nicht Autofahren dürfen und in dem sie ausgepeitscht werden, wenn sie es trotzdem riskieren. Die Begründung ist einfach und paßt für alles und für immer: Allah will es so.
Und diesem Land verkaufte die Bundesrepuklik Deutschland jede Menge Rüstungsgüter, um dort Frieden, Freiheit und Stabilität zu erhalten.

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Datum: Dienstag, 2. Mai 2017 23:50
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