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Forderung: Mikroplastik verbieten

Mikroplastik in Kosmetika sollte verboten werden. Foto: gradraus

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Die Staatsregierung soll sich für gesetzliche Regelungen einzusetzen, um Mikroplastik in Kosmetika, Körperpflege-, Reinigungs- und Waschmitteln zu verbieten. Das fordern die Grünen im Bayerischen Landtag. Seit den 50er Jahren sei die weltweite Kunststoffproduktion massiv angestiegen. Dadurch nimmt auch die Menge an Plastikmüll im Meer kontinuierlich zu.

Mit der Zeit zerfällt der Müll in kleine Teilchen, sogenanntes Mikroplastik. Auf diese Weise gelangen beispielsweise der Abrieb von Autoreifen oder aus Fleecejacken ausgewaschene Kunstfasern ins Meer. Mikroplastik entstehe aber nicht nur als Abfallprodukt, sondern werde in Kosmetika, Wasch- und Reinigungsmitteln gezielt eingesetzt.

Weiter schreiben die Grünen in ihrem Antrag: „Von Kläranlagen in der Regel nicht herausgefiltert, gelangt Mikroplastik über das Abwasser in die Umwelt. Immer mehr Studien belegen, dass Mikroplastik das Ökosystem Meer gefährdet. Die Aufnahme von Mikroplastik durch die Tierwelt ist mittlerweile in vielen Studien untersucht. Im Oktober 2013 hat die Bundesregierung im „Kosmetikdialog“ mit Herstellern vereinbart, dass diese freiwillig aus der Verwendung von Mikroplastik in Körperpflegeprodukten aussteigen. Die Mitgliedsunternehmen des IKW (Industrieverband Körperpflege und Waschmittel e.V.), die laut Eigenaussage 95 Prozent des Markts in Deutschland abdecken, wollten voraussichtlich bis 2015/2016 aus der Verwendung von Mikroplastik aussteigen. Einer aktuellen Studie des Verbraucherportals Codecheck in Kooperation mit dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) e.V. zufolge findet Mikroplastik trotz dieser Ankündigungen nach wie vor breite Anwendung in Körperpflegeprodukten.“

Im Vergleich der Jahre 2014 und 2016 sei die Anzahl der Produkte, die Mikroplastik enthalten, sogar gestiegen. Bisher habe die freiwillige Selbstverpflichtung der Hersteller also keine Wirkung entfaltet. Laut Meeresstrategierahmenrichtlinie muss bis 2020 ein guter Umweltzustand erreicht sein. Wenn der Ausstieg weiter verschleppt wird, sei dies nicht umsetzbar, warnen die Grünen.

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Datum: Samstag, 18. März 2017 6:37
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LK TS für Flyout