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Wildbienen in Gefahr

Wildbiene. Foto: Bündnis 90/Die Grünen BGL

Wildbiene. Foto: Bündnis 90/Die Grünen BGL

Der Schutz der Honigbienen ist in der Bevölkerung völlig unstrittig. Dass aber auch die Wildbienen in ihrem Bestand gefährdet sind, ist nach Ansicht von Bündnis 90/Die Grünen im Berchtesgadener Land den meisten Menschen kaum bekannt. Dr. Bernhard Zimmer, Kreisvorsitzender und Hobbyimker, weist deshalb eindringlich darauf hin.
Mehr als 40 Prozent der in Deutschland lebenden 560 Wildbienenarten sind Zimmer zufolge in ihrem Bestand gefährdet. Dabei seien 80 Prozent der heimischen Nutz- und Wildpflanzen auf Wild- oder Honigbienen als Bestäuber angewiesen. Ein wichtiger Grund für die Gefährdung der Wild- und Honigbienen sei die zunehmende Intensivierung der Landwirtschaft. Mit dem Verschwinden naturnaher Weg- und Flurränder verschwänden auch immer mehr Wildbienen, die eng an diese Lebensräume angepasst sind. Auch der Rückgang der Artenvielfalt durch die immer intensivere Nutzung von Grünlandflächen trage zur Gefährung von Wild- und Honigbienen bei.

Grünen-Kreisvorstandsmitglied Winfried Köpnick, ebenfalls Hobbygärtner, weist auf einen weiteren Grund für die Gefährdung von Wild- und Honigbienen hin: „Ordentliche Wohnzimmergärten“ ohne Wildkräuter und Rückzugsmöglichkeiten machten es besonders hoch spezialisierten Wildbienenarten immer schwerer, geeignete Lebensräume zu finden. Wildbienen litten darüber hinaus noch in besonderem Maße von der zunehmenden Zerschneidung der Lebensräume durch Straßen- und Siedlungsbau, so Köpnick, weil diese im Gegensatz zu Honigbienen nur geringe Flugdistanzen zurücklegten.

Zimmer und Köpnick sind sich darin einig, dass zum Schutz von Wildbienen und Honigbienen unbedingt das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat, das in der Landwirtschaft wie auch in Hobbygärten zum Einsatz kommt, verboten werden müsse. Dieses Gift sei ein „Bienenkiller“.

Edwin Hertlein/Pressemitteilung Bündnis 90/Die Grünen im Berchtesgadener Land/HM

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Datum: Sonntag, 5. März 2017 7:33
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