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Bedrohte Salzach: Landesumweltanwalt Martin Donat informiert über Varianten der Flusssanierung

Salzach bei Laufen. Foto: gradraus

Salzach bei Laufen. Foto: gradraus

Das Wasserwirtschaftsamt Traunstein schätzt, dass sich die Salzach in den nächsten 100 Jahren um etwa 40 Meter eintieft, wenn keine Gegenmaßnahmen ergriffen werden. Um die Eintiefung zu verhindern, wurden fünf verschiedene Varianten der Flusssanierung untersucht. Zu einer Informationsveranstaltung über die Salzachsanierung zwischen Laufen und Tittmoning laden die örtlichen Grünen und der Verein „Vernunft statt Salzachbrücke e.V.“ nach Fridolfing ein.

Um die drohende Eintiefung des Flusses zu verhindern, wurden fünf verschiedene Varianten der Flusssanierung untersucht, teilweise mit Energiegewinnung und teilweise ohne. Vor kurzem hat die Gewässerkommission ihre Empfehlung für zwei Varianten abgegeben:

  • Variante A: Aufweitung auf 180 bis 200 Meter, 4 Rampen, 10 Kilometer Umgehungsgerinne. Die Aufweitung erfolgt eigendynamisch und dauert deshalb rund 100 Jahre.
  • Variante E1 mit drei „Fließgewässer“-Kraftwerken. Interessant bei dieser Variante: Sie wird von bayerischer Seite bevorzugt – obwohl den anfallenden Strom wohl zur Gänze ein österreichischer Energiekonzern erntet.

Die Veranstalter favorisieren die Variante C (Naturfluss- oder Verzweigungsvariante), da mit ihrer Umsetzung die Ziele der Salzachsanierung weitaus schneller erreicht werden können. Initiator der Naturflussvariante und Referent des Abends ist der oberösterreichische Landesumweltanwalt Dr. Martin Donat. Der promovierte Ingenieur der Kulturtechnik und Wasserwirtschaft wechselte 1997 von der Oberösterreichischen Umweltakademie, Bereich Wasserwirtschaft, zur Landesumweltanwaltschaft an der oberösterreichischen Landesregierung, wo er seit 2004 die Gruppe für Ökologie leitet. Die Landesumweltanwaltschaft ist eine besondere österreichische Einrichtung, weil sie zwar an den jeweiligen Landesregierungen angesiedelt ist, aber unabhängig und weisungsfrei agieren kann.

Als zweite Referentin konnte die Landeshauptmann-Stellvertreterin des Bundeslandes Salzburg, Dr. Astrid Rössler, gewonnen werden, die sich aktuell im Freilassinger Becken für eine ökologische Verbesserung der Salzachauen einsetzt. Das Grußwort spricht Landtagsabgeordnete Gisela Sengl.

Der Informationsabend findet am Montag (30. Mai) um 20 Uhr in der Rupertihalle (Gasthaus Wimmer) in Fridolfing statt. Veranstalter sind der Ortsverband Salzachtal der Grünen zusammen mit der Ökologischen Liste Fridolfing, der Ökologischen Bürgerliste Tittmoning und der Verein „Vernunft statt Salzachbrücke“.

Quelle: Ortsverband Salzachtal Bündnis 90/Die Grünen

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Datum: Donnerstag, 26. Mai 2016 10:29
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